[Rezension] Lana Rotaru - Superbia: Deadly Sin Saga 2


Verlag: -
Seiten: 552

Taschenbuch: 15,99 €
E-Book: 3,99 €

Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Die erste Todsünde.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Du hast verloren, Avery. Jetzt gehört ihr mir!«

2. Superbia
3. - 9. ?


*** ACHTUNG! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band ***

Das Cover hat mir auf Anhieb wieder gut gefallen. Obwohl man dadurch nichts erahnen kann, fügt es sich perfekt in die Reihe ein.

Dieses Buch knüpft direkt an den ersten Band an. Noch einmal zur Erinnerung: Avery's Vater hat ihre Seele an den Teufel verkauft und so hätte sie an ihrem 18. Geburtstag sterben sollen. Sie konnte jedoch mit Luzifer einen Pakt schließen, so dass sie nun sieben Prüfungen zu den sieben Todsünden bestehen muss. Diese Prüfungen hat bisher noch niemand überlebt. Sehr gut hat mir gefallen, dass Lana Rotaru zu Beginn des Buches noch einen Abschnitt "Was bisher geschah..." eingebaut hat, so dass der Inhalt des ersten Bandes noch einmal aufgefrischt wurde.

In diesem Buch geht es um die erste Prüfung, welche nun von Avery, Adam und Nox bestanden werden muss. Wer nach dem Wort "Superbia" gegoogelt hat weiß, dass es sich um die Todsünde "Hochmut" handelt. Da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte, werde ich speziell zu der Prüfung nichts weiter sagen. Ihr müsst euch selbst überraschen lassen, welche Wege sich Lana Rotaru hierzu ausgedacht hat. Ich war auf jeden Fall sehr überrascht und hätte mit dieser Story so auf keinen Fall vorher gerechnet.

Der Schreibstil von Lana Rotaru hat mir - wie immer - sehr gut gefallen. Er ist flüssig, modern und gut zu lesen. Die Seiten sind schnell verflogen und da die Kapitel immer spannend enden wird man schon fast genötigt direkt weiter zu lesen.

Nun zu den Charakteren. Ich muss sagen, dass mir Avery in diesem Buch leider nicht mehr so sympatisch war, wie in dem ersten Band. Sie wird sehr schnell wütend und wirkt dadurch mehrfach unreif und naiv.
Der Engel Adam hat sich in diesem Buch auch nicht wirklich weiterentwickelt, dafür jedoch der Dämon Nox um so mehr. Man hat viel über ihn erfahren, auch wenn er oft schwer zu durchschauen war. Er wechselt oft seine Verhaltensweisen, was es einem nicht einfach macht. Trotzdem mochte ich ihn und am Ende, hat er viel mehr Tiefe als zu Beginn des Buches.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mir das erste Drittel des Buches ein wenig langgezogen vorkam. Vielleicht war ich aber auch einfach nur zu neugierig und wollte, dass die Prüfung endlich los geht. Es gibt viele spannende, aber auch emotionale Momente. Es gibt überraschende Wendungen, die so nicht vorhersehbar sind. Alles zusammen hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen.
Ich muss am Ende zugeben, dass ich vielleicht mit einer anderen Art von Prüfung gerechnet habe. Dies kann ich aber nicht direkter ausführen, weil ich sonst spoilern müsste. Allgemein würde ich sagen, dass ich vorher gedacht habe, dass die Todsünde präsenter und eine größere Rolle spielen würde. Wenn ihr es aber näher wissen möchtet oder nach dem Lesen Redebedarf habt, dürft ihr euch gern an mich wenden.

Die erste der sieben Prüfungen zu den Todsünden beginnt in "Superbia". Lana Rotaru ist hier eine unvorhersehbare, spannende und emotionale Fortsetzung gelungen, in denen sich einige Charaktere weiterentwickeln konnten. Allerdings mochte ich Avery nicht mehr so gern, wie im ersten Band und auch hätte ich mit einer anderen Art von Prüfung gerechnet.


4/5 Punkte
(Sehr gut!)

Vielen Dank an die Autorin Lana Rotaru zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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