[Autoreninterview] Hans-Peter Dick





Hallo Hans-Peter,

vielen Dank, dass du mit mir dieses Interview führst. Möchtest du dich kurz vorstellen? 


Mein Name ist Hans-Peter Dick.

Ich wurde am 16.04.1965 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Schon als Kind habe ich fast jeden Tag gelesen und meine Liebe für Fantastische Themen entdeckt. So war es kein Wunder, dass ich nach vielen künstlerischen Projekten in meinem Leben, seit einigen Jahren das Schreiben von Fantasy- Thrillern für mich entdeckt habe. 

Da ich ja schon zu den älteren Semestern gehöre, sind in der letzten Zeit alle meine Lieblingsautoren weggestorben und da dachte ich, wenn du jetzt noch etwas Gutes lesen willst, musst du selbst zur Feder greifen. Nein, Spaß beiseite, als ich im Internet ein Bild des Biblischen Methusalems gesehen habe, war auf einmal eine Geschichte in meinem Kopf, die einfach heraus musste.



Erst möchten wir einmal hinter die Fassade des Schriftstellers in die werfen.
Wenn du dich mit 5 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Zwanzig Jahre Ehrenamt als Rettungssanitäter…

Liest du selbst gern?

Ich liebe den Drachenbein-Thron von Tad Williams, besitze alle Werke von Terry Pratchett, interessiere mich aber für die Werke von unbekannten Fantasy-Autoren, solange es in den Geschichten nicht um den Abklatsch vieler bekannten Geschichten geht.



Magst du uns den heiligen Ort zeigen, an dem du deine Worte zu Papier bringst?

Aber gerne!

Ich schreibe noch ganz altmodisch mit der Hand auf Papier, das Tippen hemmt meinen Schreibfluss. Deswegen brauche ich eigentlich nur einen ruhigen Ort und einen guten Kaffee. Ich besitze seit kurzer Zeit aber auch ein eigens für mich eingerichtetes Büro in meiner Wohnung. Die handschriftlichen Manuskripte entstehen nun hier und werden meist mit einem Sprachprogramm (Dragon) auf den PC diktiert oder eingetippt.




An den Wänden und der Vitrine befinden sich Requisiten vom Roman- Filmtrailer für die Methusalem- Effekt- Trilogie, mit dem Stab des Methusalems, den Tränen Gottes und der Machete des Suggestors.



Was machst du, wenn du nicht gerade schreibst?

Oh,  ich gehe einmal die Woche ins Fitness- Studio, zweimal zum Tanzen und reise sehr gerne.



Nun hab ich noch ein kleines Blitzinterview und frage dich, was du bevorzugst. 
Tee oder Kaffee? Kaffee.
Wasser oder Cola? Wasser.
Duschen oder baden? Duschen.
Fernsehen oder lesen? Zum Einschlafen der Fernseher, lach!
Schwarz oder weiß? Schwarz.
Bus oder Bahn? Bahn.
Fleisch oder Gemüse? Fleisch.
Falls du liest: Print oder E-Book? Beides.




Kommen wir nun zu deinen Büchern.
Ich muss ja gestehen, dass ich deine Bücher vorher noch gar nicht gekannt habe. Möchtest du uns zu deinem aktuellen Werk ein wenig was erzählen?

Nachdem ich lange auf Verlagssuche war, habe ich im Dezember 2016 einen Autorenvertrag beim Brokatbook-Verlag unterschrieben, der alle meine Werke veröffentlichen will.
Ich habe bis jetzt sechs Fantasy-Thriller und zwei lustige Fantasy-Romane verfasst, arbeite an meinem neunten.

Als ersten Roman schrieb den ersten Teil der Methusalem- Effekt- Trilogie. Um was geht es in dem über 700 Seiten umfassenden Roman?
Peter Adam, ein ehemaliger Archäologe, findet die unversehrte Leiche des biblischen Methusalems. Er infiziert sich dabei mit außerirdischen Viren, die seine Lebensspanne enorm verlängern. Methusalems Nachkommen, die Nephilim, die unerkannt unter uns leben und bis zu 1600 Jahre alt werden, versuchen ihr Geheimnis mit allen Mitteln zu wahren...

Ich dachte, dass dieses Manuskript mein Debüt-Roman wird. Aber wie so oft im Leben, kommt alles ganz anders. Mein Debüt am 4.6. war der Suggestor, ein knallharter Fantasy-Thriller. Um was geht es? Vier Schüler erlangen durch den Einschlag eines Kugelblitzes suggestive Fähigkeiten. Der stärkste von ihnen, Thomas Schweigart, wird zu dem wohl größten Serienvergewaltiger und Massenmörder von jungen Mädchen. Die drei anderen Suggestoren versuchen ein Leben lang ihn aufzuhalten.
Ich habe gleich am Anfang sehr gute Rezensionen auf den Roman erhalten. Das für mich schönste Kompliment war, dass man diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen kann und er ein Grund wäre, nachts das Licht wieder anzulassen.

Laut meinem Verlag erscheint nun wahrscheinlich jeden Monat ein Buch von mir. Als nächstes erscheinen Die zweifelhaften Hüter und darauf die Fortsetzung, noch mehr verzweifelte Hüter, die als kleine Hommage an Terry Pratchett, den Meister, gedacht sind. Die Eheprobleme des Schöpfers und seiner Ehefrau, dem Schicksal, werden von den Hütern des Lichts und den dunklen Schergen seit Anbeginn der Zeit auf der Erde ausgetragen.

Was erscheint noch. Die Schatten von Prypjat. Eine Geschichte, die die Folgen der nuklearen Verstrahlung des Unglückfalls von Tschernobyl mit der steigenden Einwanderung von Wölfen nach Deutschland verknüpft. Radioaktiv verseuchte Wolfshybriden…

Longinus, der Einsame der Zeit, ist ein fiktiver Roman der Longinus-Sage. Der Mann, der Jesus Christus kreuzigte und zur Unsterblichkeit verdammt wurde.

Kaum abwarten kann ich die Veröffentlichung des ersten Teils der Methusalem-Effekt Trilogie, die alles in allem gut 1800 Normseiten, laut Aussage meiner Testleser, wahnsinnige Spannung umfasst.





Wann und wo kam dir die Idee zu diesem Buch? Hattest du die Geschichte zu Beginn schon komplett in deinem Kopf oder hat sich die Story während des Schreibens entwickelt?

Mein Kopf steckt voller Ideen. Ich lese einen spannenden Artikel und schon habe ich schon wieder eine Idee für ein Buch. Zum Schreiben selbst, es gibt die Konstrukteure und die Gärtner unter den Schriftstellern. Ich bringe meist die ersten Kapitel zu Papier, erst dann notiere ich mir ein Story- Board. Das Ende der Geschichte entsteht meist erst mitten in der Geschichte.
Aber eine Protagonisten- Liste ist für mich sehr wichtig, da ich im Schreibfluss so sehr in meinen Geschichten gefangen bin, dass ich schon einmal schaffte, drei Neben-Protas den gleichen Namen zu geben und es erst in der ersten Korrektur bemerkte.







Wie entstehen denn deine Cover? Ich muss ja auch hier gestehen, dass ich sie nicht so richtig ansprechend finde. Bin aber auch ein sehr extremer Coverkäufer.
  
Die entstehen mit der Hilfe von FSF- Design Sven Frech, einem begnadeten Fotograf, mit dem ich auch meinen ersten Roman- Film- Trailer produzierte. Es gibt Leute, die meine Cover für sehr außergewöhnlich halten, aber es ist ja auch sehr außergewöhnlich, dass man heutzutage als unbekannter Autor auch gleich einen ordentlichen Verlag findet, der alle Manuskripte eines Schriftstellers veröffentlicht.




Was dürfen wir zukünftig für Werke von dir erwarten?


Im Moment schreibe ich an einem Öko-Fantasy-Thriller, Der eingeschlossene Tod. Er handelt davon, dass die Menschheit manche Höhlen im Schoß der Erde besser nicht öffnen sollten…






Gibt es noch etwas, was du uns selbst gern von dir erzählen möchtest? 


Nun, ich möchte mich herzlich für dieses Interview bedanken! 
Ich habe noch sehr viele Fantasy- Geschichten in meinem Kopf…







Hans-Peter Dick war euch - wie auch mir - bisher total unbekannt? Das sollte sich schleunigst ändern. Hier ist seine Homepage.

Kommentare:

  1. Tolles Interview! Ich habe "Der Suggestor" gelesen und war gleich mitgerissen, geschockt & begeistert.

    Herr Dick hat einen überaus packenden Schreibstil und kommt sehr sympathisch rüber.

    Sein neuestes, lustiges Werk "Die zweifelhaften Hüter des Lichts" werde ich mir auf jeden Fall ebenfalls zulegen, da ich auch ein Terry Pratchett Fan bin.

    Alles in allem ein sehr gelungenes, interessantes Interview.

    PS:Ich finde die Cover der Bücher gerade wegen der immer wieder abwechslungsreichen und überaus kreativen Abbildung des Autors äußerst ansprechend. Ist mal was anderes! Obwohl ich meinen Fokus beim Buchkauf natürlich nicht nur auf das Cover richte.:)


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    1. Huhu,
      vielen Dank für deine Worte :) Vielleicht komme ich ja auch bald mal in den Genuss eines Werkes von Herrn Dick.
      Ich bin ja leider extremer Coverkäufer. Es stimmt schon, dass die Abbildungen des Autors kreativ sind, aber so richtig ansprechen tun sie mich leider nicht :D
      Liebe Grüße

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