[Hörbuch-Rezension] Claire Hajaj - Ismaels Orangen

14 Januar 2016


Sprecher: Boris Aljinovic
Laufzeit: 6 h 42 min (gekürzte Lesung)
Hörbuch-Download: 12,99 €
Hörbuch: 19,99 €
Verlag: Random House Audio

Kann Liebe wachen, wo Hass gesät wird?

Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.

Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf - und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe... (Quelle)

Zum Cover:
Ich finde das Cover sehr schön. Die Farben sind stimmig und der Orangenbaum mit dem Jungen passt auch perfekt zum Inhalt

Zum Hörbuch:
Der Sprecher ist sehr gut verständlich, so dass man dem Geschehen sehr gut folgen kann. Er verstellt seine Stimme für die direkte Rede und man kann gut erkennen, wer gerade spricht.

Das Hörbuch greift eine sehr ernste und wichtige Thematik auf und ist sehr dramatisch. Es geht hier nicht allein um eine Liebesgeschichte, sondern um Kriege, Glaube und Herkunft. Es werden Konflikte der fanatischen Seiten der arabischen und jüdischen Kulturen aufgeführt. Dieses Hörbuch macht für mich deutlich, dass die Menschen von Beginn an bereits in einige Sichtweisen durch die jeweilige Kultur hineingeboren werden.
Je nach Herkunft, haben die Charaktere unterschiedliche Sicht- und Handlungsweisen. Sie sind sehr facettenreich und alle unterschiedlich. Ich fand es sehr faszinierend, ihre verschiedenen Entwicklungen und Entscheidungen zu verfolgen.

Die ganze Geschichte über hatte ich das Gefühl, hier keiner erfundenen Geschichte zu lauschen, sondern einer wahren. Ich glaube auch, dass die Autorin hier viel eigene Lebenserfahrung mit integriert hat. Leider gab es keine große Spannungskurve, so dass es mich nicht mitreissen konnte.

Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern um ernste Themen. Ich kann dieses Buch bedenkenlos jedem empfehlen, der ein politisches Interesse hat oder auch einfach einen Blick auf unterschiedliche kulturelle Sichtweisen erhaschen möchte.

4/5 Birdies
(Sehr gut!)

Vielen Dank an Randomhouse zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.


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