[Rezension] Larry Niven & Jerry Pournelle - Extraterrestrial


Verlag: Mantikore
Seiten: 750

Taschenbuch: 14,95 €
E-Book: 9,99 €


Die ferne Zukunft. Die Menschheit hat den Sprung zu den Sternen gewagt und ein Imperium errichtet. Doch nie trafen sie auf außerirdisches Leben. Dies ändert sich, als die Crew um Captain Blaine einem sonderbaren Flugobjekt zu Hilfe eilt. Die Mission gelingt, doch das seltsame Wesen im Inneren der Sonde wird versehentlich bei der Aktion getötet. Da niemand die Folgen abschätzen kann, bleibt Blaine und seiner Crew keine andere Wahl, als die gefährliche Reise zum Ursprung der Kapsel zu unternehmen. Sie brechen auf in ein System, in das noch kein Mensch zuvor vorgedrungen ist. Was sie dort vorfinden, übersteigt nicht nur ihre kühnsten Träume, es könnte auch den Untergang ihrer eigenen Welt bedeuten…


Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es vermittelt direkt einen futuristischen Eindruck, so dass man auf den ersten Blick sieht, dass es sich hierbei um Science Fiction handelt. Der Schriftzug passt zudem perfekt.

Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich noch einmal erwähnen, dass das Buch erst jetzt übersetzt wurde. Das Original stammt aus dem Jahre 1974, was sich auch im Inhalt bemerkbar macht.

Der Schreibstil der beiden Autoren ist flüssig und gut zu lesen. Hin und wieder war er so bildgewaltig, dass sich automatisch Bilder vor mein inneres Auge geschoben haben. Allerdings merkt man auch manchmal anhand der Wortwahl, dass das Buch schon im Jahr 1974 geschrieben wurde.

Die Charaktere konnten mich leider zum großen Teil nicht überzeugen. Es gibt sehr viele und bis zum Ende hatte ich manchmal Schwierigkeiten, einige zuzuordnen. Ihnen fehlt es an Eigenarten, viele blieben bis zum Ende blass. Zu Beginn des Buches gibt es eine Übersicht der Namen und ihren Positionen.

Nun zur Handlung, denn diese war teilweise wirklich gut. Die ganze Geschichte spielt im Jahre 3017. Noch vor dem Prolog gibt es eine Chronologie, die die geschichtlichen Ereignisse bis zu diesem Jahre auflistet. Leider gibt es zu einigen Ereignissen im Buch keine Erklärung, so dass mir der Einstieg recht schwer gefallen ist. Die beiden Autoren haben viele fachliche Begriffe und Abschnitte eingebaut, die ich nur schwer verstanden habe. Der Kontakt mit den Außerirdischen und dessen Beschreibung hat mir hingegen richtig gut gefallen. Auch haben die beiden immer wieder kurze Abschnitte aus der Sicht und den Gedanken der Außerirdischen eingebaut, so dass man immer ein wenig mehr wusste, als die Charaktere. Dies hat dem Ganzen noch ein wenig Spannung und Leben eingehaucht. Es gibt in diesem Buch spannende, aber auch zähere Momente voller Politik und Gespräche, so dass ich nur eine durchschnittliche, aber gute Bewertung geben möchte. Man muss auf jeden Fall berücksichtigen und sich bewusst machen, dass dieses Buch schon vor mehreren Jahren geschrieben wurde.

"Extraterrestrial" ist in meinen Augen ein älteres, durchschnittliches Buch, welches mich nicht ganz überzeugen konnte. Den Charakteren hat es leider an Eigenarten und Tiefe gefehlt. Die Handlung war hin und wieder spannend, aber es gab auch längere zähe Stellen.

3/5 Punkte
(Gut!)

Vielen Dank an den Mantikore-Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares zur Teilnahme an der Leserunde auf Lovelybooks.

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