[Rezension] Peter Huth - Berlin Requiem


Verlag: Edel Elements
Seiten: 336


Der Tag, an dem das Ende beginnt ...

Berlin im Hier und Jetzt: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen zunächst in ein Koma und erwachen dann wieder – regiert vom rasenden Instinkt, alles und jeden zu töten. Erste Medienberichte verunsichern die Bevölkerung: Angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen, Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. In einer Blitzaktion wird eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet, Innensenator Sentheim verhängt den Ausnahmezustand. In diesen dunklen Stunden erhält der investigative Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte …

Das Cover hat mich direkt angesprochen, weshalb ich mir das Buch näher angeschaut habe. Es vermittelt einen düsteren und gefährlichen Eindruck, passend zum Inhalt des Buches.

Der Schreibstil von Peter Huth war angenehm, flüssig und leicht verständlich. Er ist so bildgewaltig, dass sich immer wieder Bilder in meinem Kopf gebildet haben.

Das Buch ist aus der Perspektive des allwissenden Erzählers geschrieben und es gibt viele Charaktere, die man während des Buches begeleitet. So erhält man rundum einen guten Einblick, was wo derzeit passiert. Peter Huth hat hier immer wieder Rückblicke der Charaktere eingebaut, so dass die Charaktere weiter vertieft wurden. Diese Rückblicke kamen mir jedoch ziemlich trocken und zäh vor, so dass ich mit allen Charakteren leider nicht warm geworden bin.
Die Charaktere haben sich charakteristisch sehr unterschieden und in meinen Augen authentisch und nachvollziehbar gehandelt.

Das Setting und die Handlung haben mir sehr gut gefallen. Die bedrohliche Atmosphäre hat Peter Huth sehr gut rüber gebracht und sie war immer wieder spürbar. Es gibt Szenen direkt vor Ort, also in der abgegrenzten Zone, es gibt aber auch politische Szenen, so dass man wusste, was im Hintergrund passiert. Mir persönlich haben die bedrohlich und actionreichen Szenen in der Sperrzone am Besten gefallen. In diesen Momenten wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Mit "Berlin Requiem" hat Peter Huth ein bedrohliches Setting mit interessanter Handlung geschaffen. Auch wenn es ein paar zähere Strecken gibt und ich mit den Charakteren nicht so warm geworden bin, hat mir das Buch alles in Allem gut gefallen.


3/5 Punkte
(Gut)

Vielen Dank an den Edel Elements Verlag selbst zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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