[Rezension] Tyrell Johnson - Wie Wölfe im Winter



Autor: Tyrell Johnson
Titel: Wie Wölfe im Winter

Originaltitel: The Wolves of Winter

Verlag: HarperCollins
Seiten: 352

1. Auflage: 2. Januar 2018

Broschiert: 15,00 €
E-Book: 12,99 €


Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …


Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es zeigt eine Person, die sich vor dem Schnee und der Kälte schützt. Obwohl es recht schlicht ist und der Großteil wirklich nunr aus dem Text besteht, wirkt es auf mich stimmig und gefällt mir.

Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman von Tyrell Johnson. An seinen Schreibstil musste ich mich zu Beginn erst ein wenig gewöhnen. Er ist zwar flüssig, wirkte aber sehr distanziert und unterkühlt. Dies brachte das dystopische Ambiente natürlich perfekt rüber und passte sehr gut zum Setting.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass man jederzeit Einblick in die Gedankenwelt der Protagonistin hat. Wir begleiten hier die 23-jährige Gwendolynn, die sich allerdings nur Lynn nennt. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder zurückgezogen am Yukon, nachdem die sogenannte Asiatische Grippe fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Hoch oben in den eisigen Bergen kämpfen sie ums Überleben. Dies hat Gwendolynn sehr stark gemacht und sie scheint mir sehr reif für ihr Alter zu sein. Allerdings fehlte es bei ihr auch oft an Emotionen, zumindest versucht sie oft sie nicht zu zeigen. Alle Charaktere haben in meinen Augen jederzeit authentisch und nachvollziehbar gehandelt.

Die Handlung hat mir persönlich eigentlich ganz gut gefallen. Die meiste Zeit verbringt man draußen in der kalten Schneelandschaft. Diese hat Tyrell Johnson wirklich perfekt dargestellt und gut rüber gebracht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, selbst dort im Schnee zu stehen. Wir begleiten Gwendolyn mehrmals beim Spurenverfolgen, Jagen oder durch andere spannende und gefährliche Situationen. Mir hat das Setting unglaublich gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu kommen. Es gibt in jedem Kapitel auch kürzere Rückblicke, die vor dem Ausbruch der Asiatischen Grippe gespielt haben. Dort sieht man, wir Lynns Leben vorher war und erhält auch ein paar Hintergrundinformationen. Hier möchte ich euch aber natürlich nicht zu viel vorweg nehmen.


Mit "Wie Wölfe im Winter" hat Tyrell Johnson eine Endzeitstory geschaffen, die mich mit dem Setting und den dazu passenden Schreibstil auf jeden Fall überzeugen konnte. Auch wenn ich zu Beginn ein paar kleinere Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu finden, wollte ich es danach nicht mehr so schnell aus der Hand legen.


4/5 Punkte
(Sehr gut)

Vielen Dank an den Verlag HarperCollins zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

© Buchcover & Inhaltsangabe: HarperCollins

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